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MODUS F - MODUS Führung

Mit einem durch Globalisierung dominierten künftigen Lebens- und Arbeitsumfeld stehen auch die Schulen vor neuen Herausforderungen und Umstrukturierungen. Bildung wird zunehmend international vergleichbar. Damit unterliegen auch die dahinter stehenden Schulsysteme dem internationalen Wettbewerb. Betrachtet man in den PISA Studien die einzelnen Bundesländer und setzt sie internationalen Vergleichsmaßstäben aus, so sind die Ergebnisse bei weitem nicht so desolat und jämmerlich, wie häufig dargestellt. Ganz im Gegenteil. Hier rangieren die Ergebnisse der bayerischen Realschulen mit großem Abstand vor den Ergebnissen der stets zitierten Siegernationen. Ein solches Ergebnis zu halten oder gar noch auszubauen bedarf besonders vor den Herausforderungen einer globalisierten Zukunft vielfältiger Anstrengungen. Auch tradierte und bewährte Führungsmodelle zu überdenken und diese im Hinblick auf eine Verbesserung der Schul- und Unterrichtsqualität zu überarbeiten, die Eigenverantwortung und die Selbstständigkeit der Schulen zu stärken sowie eine nachhaltige und qualifizierte Nachwuchsförderung zu gewährleisten gehören als wesentliche Punkte zu einer modernen Schulentwicklung.

Im April 2006 wurde von der Stiftung Bildungspakt Bayern in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus das Modellprojekt MODUS F ausgeschrieben. Diese Ausschreibung richtete sich ausschließlich an Schulleiterinnen und Schulleiter und nicht an die Kollegien. Unter einer Vielzahl von Bewerbungen wurden 14 Realschulen von einer Jury für die Teilnahme an diesem Modellversuch ausgewählt. Seit dem Schuljahr 2006/07 gehört unsere Schule zu den MODUS F Modellschulen der Stiftung Bildungspakt Bayern.




Teilnehmende Realschulen (Schulleiter) von links: R. Schneidt (Schrobenhausen), R. Glöckner (Heilsbronn), J. Grundner (Wasserburg), W. Conrad (Wertingen), K.-H. Lamprecht (Hirschaid), A. Pillich-Krogoll (Herrieden), H. Woerlein (Neusäß), M. Warsitz-Müller (Abensberg), M. Rechner (Schwabmünchen), H. Rigatos (Stiftung Bildungspakt), B. Buchhorn (Kösching) und E.-M. Borns (Würzburg III) Es fehlen J. Böhm (Arnstorf), B. Hauser (Freilassing) und Johannes Koller (Bad Kötzting).




Worum geht es genau?

Mehr Eigenverantwortung und Selbstständigkeit von Schulen hat zwangsläufig Auswirkungen auf die Führungsstrukturen in Schulen und ist damit verknüpft mit der Rolle der Schulleiterinnen und Schulleiter. Sie stehen als Verantwortliche für die Weiterentwicklung der einzelnen Schulen vor vielen Herausforderungen und werden in Zukunft verstärkt „Managementaufgaben“ übernehmen müssen.

Mit dem Ziel der Weiterentwicklung und Erprobung zeitgemäßer Führungsmodelle startete die Stiftung Bildungspakt Bayern in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus im Schuljahr 2006/07 das Modellprojekt „MODUS F“ (MODUS Führung), an dem 51 Schulleiterinnen und Schulleiter aus allen Schularten mit Ausnahme der Beruflichen Schulen teilnehmen. Für die Beruflichen Schulen wird ein eigener Modellversuch „PROFIL 21“ durchgeführt, der u. a. ebenfalls die Entwicklung neuer Führungsmodelle beinhaltet.
Die MODUS F-Schulleiterinnen und Schulleiter hatten in den vergangenen Jahren stellvertretend für alle Schulleiterinnen und Schulleiter in Bayern die Aufgabe, zielführende Modelle zu erarbeiten, zu erproben und zu evaluieren. Positiv bewertete Ergebnisse sollen nun in die Schulpraxis aller Schulen einfließen.

Der Modellversuch bestand aus zwei Modulen, wobei in Modul 2 schulartspezifische Schwerpunkte gesetzt wurden:

Modul 1:
Breite Weiterqualifizierung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Thema Führungshandeln

Modul 2:
Entwicklung, Erprobung und Evaluation neuer Führungsmodelle an Schulen, insbesondere zu
• Praktikablen Führungsspannen
• Teamentwicklung in der Schulleitungsmannschaft
• Delegation von Aufgaben
• Theorie und Praxis von Zielvereinbarungen
• Erkennen und Fördern von Führungsbegabungen im Kollegium



Gemeinsam ist allen Strukturen, dass neben den in Modul 2 angeführten Schwerpunkten auch Verbesserungen im Schulalltag sowie in der Unterrichtsqualität erzielt wurden. Die einzelnen Modelle orientieren sich beispielsweise an einzelnen Jahrgangstufen, den Kernfächern oder an Schwerpunktbereichen aus dem Schulalltag. Je nach Versuchsschule wurden die Akzente verschieden gesetzt. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die entwickelten Modelle im Schulalltag sehr praxistauglich sind, Entlastungen schaffen, Entwicklungen anstoßen und befördern sowie nachhaltige Verbesserungen bringen
Zweifellos war es eine spannende Herausforderung, Strukturen und Modelle zu entwickeln, im Alltag zu testen und anschließend kritisch zu bewerten, mit denen sich nun die bayerischen Schulen verstärkt den Herausforderungen einer immer stärker globalisierten Welt stellen werden. Hier leisteten die Lehrkräfte der Leonhard-Wagner-Realschule Schwabmünchen zusammen mit den Kollegien der übrigen Modellschulen echte Pionierarbeit. Für die Bereitschaft, neue Wege zu gehen und sich in diesem Projekt intensiv einzubringen danke ich meinen Kolleginnen und Kollegen.



Im Folgenden möchte ich Ihnen das aktuelle Modell der Leonhard-Wagner-Realschule Schwabmünchen skizzieren.




Führungsstruktur der Leonhard-Wagner-Realschule:

Struktur mit Fachbereichen

Leonhard-Wagner-Realschule:
1019 Schülerinnen und Schüler
69 Lehrkräfte

Zwischen Schulleitung und Kollegium wurde eine mittlere Führungsebene eingeführt. Insgesamt wurden 7 Aufgabenbereiche mit ca. 8 Mitgliedern installiert. Jedem Aufgabenbereich werden feste Aufgaben für das Gesamtteam zugewiesen, deren Ausführung der jeweilige Bereichsleiter überwacht. Der Bereichsleiter und die Aufgaben sind mit dem Aufgabenbereich fest vorgegeben. Die Bereichsleiter führen ihre Mitglieder zur Erledigung der im Aufgabenbereich festgelegten Aufgaben eigenständig. Darüber hinaus sind sie in Leitungs- und Verwaltungsaufgaben eingebunden, für deren Erledigung sie selbst verantwortlich sind. Die Größe der Führungsspanne liegt zwischen 8 und 12 Mitarbeitern. Um Verantwortung, Führungskompetenz und Eigenständigkeit zu fördern, unterzeichnen die Modus-f – Bereichsleiter mit ihrer Unterschrift und dem Kürzel Modus-F auch offizielle Dokumente.
Die Zuordnung der Lehrkräfte auf einen Aufgabenbereich erfolgt für zwei Schuljahre, so dass für jeden Aufgabenbereich nach Ablauf dieser Zeit wieder unterschiedliche Mitglieder möglich sind. Damit wird einerseits dem Wunsch der Lehrkräfte Rechnung getragen, sich dort einzubringen wo sie ihre primären Interessen und Stärken haben, andererseits besteht die Möglichkeit, sich nach zwei Jahren in einem anderen Aufgabenbereich einzubringen, der ebenso im Interessensbereich der Lehrkraft liegt. Subjektive Animositäten, die sich zwischen einem Teammitglied und dessen Bereichsleiter entwickeln können, werden so abgemildert und nach zwei Jahren wechselbedingt gelöst.
An der Leonhard-Wagner-Realschule Schwabmünchen wurde zudem ein Schulleitungsassistent eingeführt, der den Rang eines Bereichsleiters hat. Dieser wird kurzfristig zu erledigende Aufgaben mit zeitlich begrenzter Dauer übernehmen. Seine Gruppe besteht mit den Beratungslehrerkräften, den Systembetreuern, den Verbindungslehrern sowie der Verantwortlichen für den Jahresbericht aus Lehrkräften, die an der Schule durch überdurchschnittlich viel außerunterrichtliche Tätigkeiten belastet sind und deren Tätigkeit mit dem Schulleitungsassistenten abgesprochen bzw. von ihm im Bedarfsfall koordiniert werden.
Die benannten Bereichsleiteraufgaben wechseln ebenso alle 2 Jahre, so dass die Bereichsleiter neben ihrer Personalführungsaufgaben zusätzlich Erfahrungen im Bereich der Schulleitungs- und Verwaltungsebene sammeln können. Dies soll ihnen zu einem späteren Zeitpunkt die Übernahme eines Funktionsamtes in der Schulleitung erleichtern (training on the job).




Die Fachbereiche im Einzelnen:

Fachbereich I

Teamaufgaben:


Teamleiteraufgaben:
TeamleiterIn:

Wintersportwoche, Betreuung der Fahrten und Wandertage, Planung und Durchführung der Sportveranstaltungen

Vorbereitung Schuljahresanfang, Probeunterricht (Planung und Koordination)
   
Fachbereich II

Teamaufgaben:


Teamleiteraufgaben:
TeamleiterIn:

Schulische Veranstaltungen, Gestaltung der letzten Schulwochen 10. Jgst.

Vorbereitung Schuljahresanfang, organisatorische Planung der Elternabende sowie Planung und Durchführung der Elternbeiratswahl im 2-Jahres-Turnus
   
Fachbereich III

Teamaufgaben:


Teamleiteraufgaben:
TeamleiterIn:

Schul- und Unterrichtsqualität: Vertretungsstundenkonzepte, Multi-plikatoren, Kollegiales Coaching – Teamteaching, Lehrer-Tutor

Vorbereitung Schuljahresbeginn, Absprache mit Fachbetreuern
hinsichtlich Auswertungen der Testergebnisse/Maßnahmen
   
Fachbereich IV

Teamaufgaben:

Teamleiteraufgaben:
TeamleiterIn:

Erziehungsaufgaben: Ordnung, Disziplin, Gesundheit, Umwelt

Vorbereitung Schuljahresbeginn, Planung Zwischenzeugnis und Jahreszeugnis, Einbindung in die Notenkonferenzen (Planung und teilweise Konferenzleitung)
   
Fachbereich V

Teamaufgaben:


Teamleiteraufgaben:
TeamleiterIn:

Unsere Schule: Gestaltung, „Litfasssäule“, Organisation eines jährl. „Rama Dama“, Ordnung und Funktion der Medien-Hardware

Vorbereitung Schuljahresanfang, Praktikanten, Termine und Terminplan, pädagogische Tage
   
Fachbereich VI

Teamaufgaben:


Teamleiteraufgaben:
TeamleiterIn:

Planung und Durchführung der Jahrgangstufentests, Abschlussprüfung, Vera 8

Vorbereitung Schuljahresanfang, Datenmeldungen, Prüfungsbericht Mitvorbereitung und Mitmoderation der AP-Konferenzen
   
Fachbereich VII
Schulleitungsassistenz

Teamaufgaben:

Teamleiteraufgaben:

TeamleiterIn:


Systembetreuung, Beratung, SMV, Jahresbericht

Vorbereitung Schuljahresanfang, wechselnde Aufgaben






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